Häufig gestellte Fragen zum KJHZ

Seit wann gibt es das KJHZ?

Das KJHZ in seiner jetzigen Form gibt es seit 1996. Es ist aus dem DDR-Kreiskinderheim „Liselotte Herrmann“ hervorgegangen.

Wie viele Kinder betreut das KJHZ?

Wir bieten 75 Plätze im stationären Bereich (Wohngruppen), zehn Plätze im teilstationären (Tagesgruppe) und betreuen 50 Familien im ambulanten Bereich (flexible Hilfen). Sie alle können sich von unserem eigenen Psychologenteam beraten lassen.

Wie viele Menschen arbeiten im KJHZ und wie sind sie ausgebildet?

Mehr als 80 Menschen arbeiten im Kinder- und Jugendhilfezentrum. Sie haben die unterschiedlichsten Ausbildungen, z.B. ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, HeilpädagogInnen, HeilerziehungspflegerInnen, KrankenpflegerInnen, PsychologInnen oder ErgotherapeutInnen.

Was verdienen die Beschäftigten des KJHZ?

Alle MitarbeiterInnen werden gerecht und leistungsgerecht entlohnt. Die Gehälter orientieren sich dabei an dem öffentlichen Tarif. Unsere Beschäftigten bekommen Urlaubsgeld, Warengutscheine, Jahresprämie und monatliche Leistungszulagen.

Bis 2025 wollen wir unseren MitarbeiterInnen ein Gehalt bieten, das zehn Prozent über dem Branchendurchschnitt liegt. Das erreichen wir, indem wir unserer Kapazitäten gut auslasten, gesunde Teams haben und exzellente Erziehungsleistungen anbieten.

Um unsere finanzielle Attraktivität nach außen zu zeigen, haben wir 2020 begonnen, unser Vergütungssystem nach den Parametern „Fair Compensation“ des internationalen Forschungs- und Beratungsinstituts „Great Place to Work“ zu zertifizieren. https://www.greatplacetowork.de/zertifizierung/fair-compensation-lohngerechtigkeit/

Wie lang ist die wöchentliche Arbeitszeit am KJHZ?

Wir arbeiten nach dem Jahresarbeitszeitmodell – dessen Basis eine Vollzeitstelle mit einer 40-Stunden-Woche ist.

Während der Schulzeit unterteilen wir die Dienste in den Wohngruppen in der Regel in drei Schichten: Dienst 1 arbeitet von 12 bis 20 Uhr, Dienst 2 von 14 Uhr bis 22 Uhr und der Nachtdienst von 22 bis 8 Uhr. Am Wochenende wird tagsüber von 8 bis 20 Uhr gearbeitet und dann übernimmt der Nachtdienst.

Wie sieht der Tagesablauf im KJHZ aus?

Der Tag in den Wohngruppen läuft wie in jeder Familie ab: Aufstehen, Duschen, Frühstücken und ab zur Schule. Nachmittags werden Hausaufgaben gemacht. Die Freizeit füllen wir mit unseren pädagogischen Wochenplan sinnvoll aus. Z.B Gärtnern, Sportverein, Zeichnen, Fitness etc.

Was bedeutet Inobhutnahme?

Inobhutnahmen sind im Paragraph 42 des SGB VIII geregelt. Kommt ein Kind in eine Notsituation, muss das Jugendamt tätig werden und das Kind aus dem Milieu herausnehmen. Grund dafür können z.B. Vernachlässigung oder Misshandlungen sein.

Was heißt Beurlaubung?

Alle unsere Kinder und Jugendlichen haben Eltern oder Familien. Wir streben an, dass jedes Kind alle zwei Wochen nach Hause fahren kann. Das nennen wir Beurlaubung. Uns ist es besonders wichtig, den Kontakt zu den Eltern aufrechtzuerhalten und neue Perspektiven im Umgang zu ermöglichen. Ergänzend zu den Beurlaubungen führen wir Elterntage und Elternseminare durch.

Was machen die flexiblen Hilfen?

Bei unseren ambulanten Hilfen gehen die KollegInnen in das familiäre Milieu und beraten die Familien nach einem standardisierten Beratungsplan, damit sie ihr Leben und die damit verbunden Herausforderungen selbst besser meistern können.

Was macht die Tagesgruppe?

In der Tagesgruppe werden Kinder betreut, bei denen die familiären Beziehungen tragfähig sind und die Eltern eine Mitwirkungsbereitschaft zeigen. Die Grundversorgung des Kindes findet im familiären Milieu statt.

Praktisch heißt das, wir holen die Kinder mit unserem Fahrdienst von der Schule ab. Wir übernehmen die Hausaufgabenbetreuung und Lernbegleitung. Nachmittags werden die Kinder nach einem festgelegten Wochenplan beschäftigt.

Wie sind die Kinder am KJHZ untergebracht?

In unseren Wohngruppen leben die Kinder in Einzel- und Zweibettzimmern. Jede Gruppe hat einen großen Gruppenraum, der einer Wohnküche ähnelt. Das Zusammenleben gestaltet sich wie in einer Großfamilie.

Welche Hilfen können Kinder, Eltern und Familien bei uns noch erwarten?

Wir organisieren Elterntage und Elternseminare, zu verschiedenen Themen wie z.B. wie spiele ich mit meinem Kind, wie lobe ich richtig oder welche Familienrituale fördern die Harmonie Außerdem begleiten wir die Familien bei Terminen und Klinikaufenthalten.

Wie verbringen die Kinder ihre Freizeit am KJHZ?

Mehr als 70 Prozent unserer Kinder sind in örtlichen Vereinen integriert, z.B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Tischtennis, Badminton, Fitness Club oder dem ADFC.

Ansonsten haben wir für jeden Wochentag eine andere Aktivität, welche die vier Bildungsbereiche Musik/Rhythmus, Sport/Bewegung, Kunst/Kreativität und Entdecken/Erforschen abdecken. Jeder Kollege im KJHZ soll seine persönlichen Neigungen in diese vier Bildungsbereiche einordnen und mit den Kindern entsprechende Aktivitäten durchführen – durch regelmäßige gemeinsame positive Erlebnisse entstehen tragfähige Beziehungen.

Gibt es Fernseher oder Spielekonsolen im KJHZ?

Natürlich. Das gehört schließlich zu unserem Leben dazu. Fernsehen, Spiele mit der „Wii“ oder WLAN-Zugang gibt es, aber nur zu fest vereinbarten Zeiten.